Awareness

Beim A-Camp ist das Ziel, dass alle Menschen sich bei diesem Projekt wohlfühlen können. Hierbei ist uns besonders wichtig, dass Menschen bewusst und achtsam miteinander umgehen.

Somit ist es unerlässlich, sich gegen Unterdrückungsmechanismen zu stellen. Wir positionieren uns gegen Rassismus, Sexismus, Ableism, Kapitalismus, Klassismus, Faschismus und haben das Ziel, verschiedenen Formen der Gewalt mit unterschiedlichen Machtverhältnissen bewusst gegenüberzutreten und einen Umgang zu finden, der Betroffene unterstützt und schützt. Uns ist bewusst, dass es verschiedenste Formen von Diskriminierungen gibt, die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken können, und diese genannten Gewaltformen der Komplexität an Diskriminierungen nicht ausreicht.

Wir konstruieren diese machtungleichen Verhältnisse selbst immer wieder mit, und reproduzieren gelernte Mechanismen. Grundlage dessen ist eine patriarchale kapitalistische Kultur. Wir wollen, soweit es möglich ist, dass A-Camp frei von Gewaltformen halten.

Der Begriff „Awareness“ leitet sich aus dem Englischen „to be aware“ ab, was bedeutet: sich bewusst sein, kennen und wissen, informiert und sensibilisiert sein.

Basis des A-Camps ist, dass verschiedensten Missachtungen von körperlichen, psychischen, persönlichen und strukturellen Grenzen ganz klar entgegengetreten wird. Durch Awareness soll ein Weg gefunden werden, diese grenzüberschreitenden Diskriminierungen aktiv zu verhindern. Personen, die davon betroffen sind, werden unterstützt und begleitet.

Hierbei ist uns besonders ein kollektives Bewusstsein wichtig all der Menschen, die zum A-Camp kommen. Dies bedeutet, als Gruppe selbst, und als Einzelperson, sich aktiv einzusetzen für Betroffene und Solidarität zu zeigen. Wir wollen kollektiv Verantwortung füreinander und für uns selbst übernehmen. Menschen können deeskalierend in problematische Situationen einschreiten. Es ist auch möglich, Konflikte zu entprivatisieren und gemeinsam in der Gruppe Lösungen zu finden. Wichtig ist, Selbstbestimmung und Bedürfnisse Betroffener zu respektieren. Die Handlungsfähigkeit jeder einzelnen Person, sich gegen Unterdrückung zu positionieren, ist essentiell, und somit die kollektive und aktive Handlungsfähigkeit der Gruppe gegen Unterdrückung! Sich nicht gegen Unterdrückungsmechanismen zu positionieren und zu handeln, bedeutet, Diskriminierungen hinzunehmen. Das heißt: Aktiver bewusster Umgang von und mit Einzelpersonen und Gruppen ist notwendig.

In der Vergangenheit hat sich öfters gezeigt, dass das kollektive Bewusstsein nicht ausreicht, um Grenzüberschreitungen zu verhindern. Besonders Menschen in privilegierten Situationen sind sich oftmals nicht bewusst, dass das Ausleben ihrer sogenannten Freiheiten die Freiheiten anderer Menschen stark einschränken und grenzüberschreitend sein kann.

Klar ist auch, dass beim A-Camp DefMa gilt: Dies steht für Definitionsmacht der Betroffenen. Gemeint ist, dass die Definitionsmacht einer Grenzverletzung bzw. Übergriffes bei der betroffenen Person liegt. Die Selbstbestimmung Betroffener wird als Priorität gesehen. Wenn eine Person sich diskriminiert fühlt, hat diese Person die Definitionsmacht über die Situation , heißt: Wenn eine oder mehrere Personen das Gefühl haben, eine Grenze wurde überschritten, dann wurde für sie eine Grenze überschritten. Eine benannte Grenzverletzung wird nicht in Frage gestellt, sondern akzeptiert, Betroffene werden aktiv unterstützt.

If you have different ideas for resolution support: or If you can imagine to take up some responsibility, please write to us in advance:anarcha-camp@riseup.net

Be careful with each other, so we can be dangerous together!

Here are a few texts and websites, that are about themes like sexism and feminism, racism, transformative justice, antisemitism, support of survivors, intersectionality, toxic masculinity and more:

Awarenetz.ch Material

queer_topia* Material

Infotisch Dortmund

Transformative Justice Kollektiv Berlin

Edit“Awareness“